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Unangekündigte Kassennachschau ab 2018

Als neues Instrument der Steuerkontrolle wird ab dem 01.01.2018 die sog. Kassen-Nachschau eingeführt. Hierbei handelt es sich nicht um eine Außenprüfung, sondern um ein eigenständiges Verfahren, um steuererhebliche Sachverhalte wie die ordnungsgemäße Erfassung von Geschäftsvorfällen mit elektronischen Aufzeichnungssystemen oder offenen Ladenkassen zeitnah aufzuklären.

Im Fokus der Kassenprüfung steht die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Aufzeichnungen und Buchungen von Kasseneinnahmen und -ausgaben. Die Prüfung kann ohne vorherige Ankündigung während der üblichen Geschäfts- und Arbeitszeiten in den Geschäftsräumen durchgeführt werden. Zusätzlich kann auch der ordnungsgemäße Einsatz der elektronischen Aufzeichnungssysteme untersucht werden. Als Folge einer Kassennachschau kann ohne weitere Prüfungsanordnung direkt eine Außenprüfung angeordnet werden.

Der Steuerpflichtige muss dem Prüfer im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht auf Verlangen alle seine Aufzeichnungen, Bücher sowie für die Kassenführung notwendigen Organisationsunterlagen wie Zertifikate, Bedienungs- und Programmierungsanleitungen der elektronischen Kassen zur Verfügung stellen. Außerdem kann der Prüfer ab dem 01.01.2020 verlangen, dass die Daten über eine einheitliche digitale Schnittstelle oder auf einem digital auswertbaren Datenträger an die Finanzbehörde übermittelt werden müssen.

Hinweis: Bei Nutzung von offenen Ladenkassen kann ein sog. „Kassensturz“ verlangt werden. Dabei müssen die ordnungsmäßig geführten Aufzeichnungen der Vortage vorgelegt werden.