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Absatzrabatte kein Arbeitslohn

Entgegen der bisherigen Auffassung der Finanzverwaltung entschied das Finanzgericht Köln, dass Rabatte, die Arbeitnehmern von wirtschaftlich verbundenen Unternehmen eingeräumt werden, kein Arbeitslohn von dritter Seite darstellen. Vergleichbare Absatz- und Werbeprogramme dienen vielmehr der Stabilisierung der Umsätze.

Sachverhalt: Im Rahmen eines Werksangehörigenprogramms kaufte der Arbeitnehmer eines Zulieferbetriebes eines Autoherstellers bei selbigem ein Neufahrzeug und erhielt neben einem Preisvorteil, der ca. 1.700 € über dem üblichen Händlerabschlag lag, auch die Überführungskosten in Höhe von 700 € erlassen.

Diese Vorteilsgewährung wurde jedoch nicht in der Lohnabrechnung des Arbeitnehmers berücksichtigt. Begründet wurde diese Vorgehensweise mit dem vorrangig eigenwirtschaftlichen Interesse des Autobauers.

Das Finanzamt jedoch beurteilte die dem Arbeitnehmer gewährten Vorteile als steuerpflichtigen Arbeitslohn von dritter Seite. Dem widersprach nun das FG Köln.

Hinweis: Liegt der Fokus bei der Gewährung des Rabattes auf dem eigenwirtschaftlichen Interesse und nicht in Zusammenhang mit dem Dienstverhältnis zum Arbeitgeber, sind Preisvorteile oder erlassene Kosten kein Arbeitslohn von dritter Seite und somit lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Aktuell liegt das Verfahren jedoch dem BFH zur Revision vor.