Webinar: "Vermeidung deutscher Quellensteuern auf Dividenden und Lizenzen"

Transaktionsmatrix: erste Erkenntnisse aus Betriebsprüfungen

Muster zur Transaktionsmatrix aus der Anlage zum Merkblatt des BMF vom 2.4.2025 (Beispiel 2) Seit Beginn dieses Jahres besteht für Unternehmen mit grenzüberschreitenden Geschäftsbeziehungen zu verbundenen Unternehmen („Transaktionen“) die Verpflichtung zur Erstellung einer Transaktionsmatrix. Dabei handelt es sich um eine strukturierte, tabellarische Übersicht (s. o.) mit allen relevanten Informationen zu diesen Geschäftsbeziehungen, die innerhalb von 30 Tagen […]

Fünftes Webinar zur Betriebsstättenbesteuerung bei der Handelskammer Deutschland-Schweiz

Unser Fachberater für Internationales Steuerrecht, Winfried Ruh hat am 24. September 2025 bereits zum fünften Mal bei der Handelskammer Deutschland- Schweiz zum Thema „Betriebsstättenbesteuerung: Fallstricke in der Unternehmenspraxis“ referiert. Gemeinsam mit Herrn Peyer vom Staatssekretariat für Internationale Finanzfragen (SIF), Bern, und Frau Tarolli von der VISCHER AG, Basel, wurde die Thematik mit vielen Fallbeispielen sowohl […]

Merkblatt „Vermeidung deutsche Quellenbesteuerung“ für die Handelskammer Deutschland Schweiz

Schweizer Unternehmen, die Dividenden oder Lizenzen aus deutschen Quellen beziehen, unterliegen der deutschen Quellensteuerpflicht. Die Quellensteuer ist vom inländischen Vergütungsschuldner abzuführen. Nach dem Doppelbesteuerungsabkommen mit der Schweiz besitzt Deutschland für diese Vergütungen jedoch kein Quellensteuerrecht. Zur Durchsetzung des «DBA-Nullsteuersatzes» kann der Schweizer Vergütungsempfänger beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) eine Freistellungsbescheinigung beantragen. Bereits einbehaltene Quellensteuern können […]

Verrechnungspreise

Als Verrechnungspreis wird der Preis bezeichnet, der für grenzüberschreitende Geschäftsvorfälle in Form von Lieferungen, Dienstleistungen, Lizenzierungen oder Darlehensgewährungen zwischen verbundenen Unternehmen berechnet wird. Zur Vermeidung von Gewinnverlagerungen in niedrig besteuerte Länder müssen sich die Verrechnungspreise am Fremdvergleichsgrundsatz orientieren. Dessen korrekte Anwendung ist auf Anforderung der Betriebsprüfung in einer umfassenden Verrechnungspreisdokumentation innerhalb von nur 30 Tagen […]

Betriebsstätten

Betriebsstätten haben eine hohe Bedeutung für das Internationale Steuerrecht zur Abgrenzung von Besteuerungsrechten zwischen den Staaten. Deren Begründung erfordert im Regelfall eine (rechtlich unselbständige) Geschäftseinrichtung oder Anlage mit Verfügungsmacht, von wo aus die Unternehmenstätigkeit dauerhaft ausgeübt wird (Beispiele: Filialen, Geschäftsleitungsort oder Fabrikationsstätten). Nach der jüngeren Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs reicht kann auch ein „personenbeschränktes Nutzungsrecht“ für […]

Hinzurechnungsbesteuerung

Die Hinzurechnungsbesteuerung (HZB) soll Gewinnverlagerungen ins niedrig besteuerte Ausland verhindern. Sie greift für eine ausländische Kapitalgesellschaft (Zwischengesellschaft), die von einem inländischen Steuerpflichtigen beherrscht wird und einer Niedrigbesteuerung von weniger als 15 % unterliegt. Weitere Voraussetzung ist die Erzielung von passiven Einkünften wie u.a. Dienstleistungs- und Handelstätigkeiten, die unter Mitwirkung des inländischen Gesellschafters erbracht werden, oder […]

Wegzugsbesteuerung

Die Wegzugsbesteuerung findet Anwendung auf Steuerpflichtige, die vor dem Wegzug ins Ausland mindestens 7 Jahre in Deutschland gelebt haben, an einer Kapitalgesellschaft mit mindestens 1 % beteiligt sind und keine Rückkehrabsicht haben.   Die Wegzugsteuer wird auf die Differenz zwischen dem Verkehrswert und den Anschaffungskosten im Rahmen eines fiktiven Verkaufs im Wegzugszeitpunkt erhoben. Die Steuerzahlung […]

Quellensteuer

Im Ausland ansässige Unternehmen, die Dividenden oder Lizenzen aus deutschen Quellen beziehen, unterliegen der deutschen Quellensteuerpflicht. Der inländische Vergütungsschuldner ist verpflichtet, die Quellensteuer von der Vergütung einzubehalten und an die Finanzverwaltung abzuführen. Die Quellensteuer lässt sich teilweise oder sogar ganz vermeiden, sofern ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) einen niedrigeren oder sogar Nullsteuersatz vorsieht. Hierzu kann der ausländische […]

Ort der Geschäftsleitung

Der Ort der Geschäftsleitung einer Kapitalgesellschaft liegt dort, wo der für die Geschäftsführung maßgebliche Wille gebildet und die hierfür notwendigen Maßnahmen von einiger Wichtigkeit angeordnet werden. Nach nationalem Steuerrecht ist der Ort der Geschäftsleitung Anknüpfungspunkt für die unbeschränkte Steuerpflicht und damit auch für die Besteuerung des Gewinns. Bei mehreren Orten der Geschäftsleitung in verschiedenen Staaten […]

Doppelbesteuerungsabkommen

Ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) ist ein völkerrechtlicher Vertrag zwischen zwei Staaten, der darauf abzielt, eine doppelte Besteuerung des Einkommens in beiden Staaten zu vermeiden. Eine Doppelbesteuerung liegt vor, wenn eine Person oder ein Unternehmen in zwei Staaten auf das gleiche Einkommen Steuern bezahlen muss. Hierzu kann es kommen, wenn die Person oder das Unternehmen entweder in […]