Quellensteuer

Im Ausland ansässige Unternehmen, die Dividenden oder Lizenzen aus deutschen Quellen beziehen, unterliegen der deutschen Quellensteuerpflicht. Der inländische Vergütungsschuldner ist verpflichtet, die Quellensteuer von der Vergütung einzubehalten und an die Finanzverwaltung abzuführen. Die Quellensteuer lässt sich teilweise oder sogar ganz vermeiden, sofern ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) einen niedrigeren oder sogar Nullsteuersatz vorsieht. Hierzu kann der ausländische […]
Ort der Geschäftsleitung

Der Ort der Geschäftsleitung einer Kapitalgesellschaft liegt dort, wo der für die Geschäftsführung maßgebliche Wille gebildet und die hierfür notwendigen Maßnahmen von einiger Wichtigkeit angeordnet werden. Nach nationalem Steuerrecht ist der Ort der Geschäftsleitung Anknüpfungspunkt für die unbeschränkte Steuerpflicht und damit auch für die Besteuerung des Gewinns. Bei mehreren Orten der Geschäftsleitung in verschiedenen Staaten […]
Doppelbesteuerungsabkommen

Ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) ist ein völkerrechtlicher Vertrag zwischen zwei Staaten, der darauf abzielt, eine doppelte Besteuerung des Einkommens in beiden Staaten zu vermeiden. Eine Doppelbesteuerung liegt vor, wenn eine Person oder ein Unternehmen in zwei Staaten auf das gleiche Einkommen Steuern bezahlen muss. Hierzu kann es kommen, wenn die Person oder das Unternehmen entweder in […]
Aktueller Artikel zur Quellensteuerentlastung auf deutsche Dividenden mit Praxiserfahrungen BZSt

Die Neugestaltung der deutschen Anti-Treaty-Shopping-Regel des § 50d Abs. 3 EStG wirft auch fast vier Jahre nach ihrer Einführung noch viele Fragen auf und führt zu einer Verschärfung bei der sachlichen Entlastungsberechtigung, die jedoch über den Nachweis einer aktiven Beteiligungsverwaltung durch die ausländische Muttergesellschaft „entschärft“ werden kann. Nach unseren Praxiserfahrungen akzeptiert das BZSt mittlerweile Nachweise in Form von […]
Verrechnungspreisdokumentation: Merkblatt des BMF zur Transaktionsmatrix

Mit Wirkung ab 2025 wurden die bisherigen Regelungen zur Verrechnungspreisdokumentation (Local File) insoweit verschärft, dass im Rahmen von Außenprüfungen innerhalb von 30 Tagen nach Bekanntgabe der Prüfungsordnung– ohne ein gesondertes ausdrückliches Vorlageverlangen – die sog. Transaktionsmatrix vorzulegen ist. Zusätzlich sind ggf. das Master File (ab 100 Mio. Euro Außenumsatz des inländischen Unternehmens) und Aufzeichnungen über außergewöhnliche Geschäftsvorfälle ebenfalls innerhalb dieser Frist vorzulegen. […]
Großartiges Feedback zum aktuellen Verrechnungspreis-Webinar

„Das Seminar war für mich als Steuerberater, der sich mit grenzüberschreitenden Themen zwischen der Schweiz und Deutschland beschäftigt, äußerst wertvoll. Besonders die wertvollen Hinweise zum Bereich der Vertriebsgesellschaften waren von großer Bedeutung. Die Diskussionen zwischen den Vertretern der Beraterschaft und der Finanzverwaltung boten praxisnahe Einblicke, die für Praktiker wie mich immer wieder von enormem Nutzen […]
Anwendung der Kostenaufschlagsmethode in der Praxis

In der deutschen Verrechnungspreispraxis ist die Kostenaufschlagsmethode insbesondere bei Konzerndienstleistungen oder –auftragsfertigungen die mit Abstand am häufigsten angewandte Verrechnungspreismethode, da für die übrigen Methoden oftmals keine Fremdvergleichswerte verfügbar sind. Bei der Anwendung der Kostenaufschlagsmethode wird ein fremdüblicher Gewinnaufschlag auf die Selbstkosten erhoben. Zur Vermeidung der Vergütung von Unwirtschaftlichkeiten durch den Leistungsempfänger wird in der überwiegenden Kommentierung eine Anwendung auf Plankostenbasis befürwortet, was […]
Risiko eines inländischen Orts der Geschäftsleitung bei Auslandsgesellschaften

Bei ausländischen Gesellschaften mit ausschließlich im Inland ansässigen Geschäftsführern unterstellt die Finanzverwaltung häufig einen inländischen Ort der Geschäftsleitung. Dies gilt insbesondere für Gesellschaften ohne ausreichende Substanz (in Form von Mitarbeitern und üblicher Büroinfrastruktur) oder ohne nachweisbare Betriebsstätte im Ausland. Diese Thematik hat aufgrund der zunehmenden Mobilität bei Geschäftsführern eine sehr hohe Aktualität und stellt zwischenzeitlich […]
Hinzurechnungsbesteuerung Absenkung des Niedrigsteuersatzes auf 15 % mit Wirkung ab 2024 umgesetzt!

Nachdem der Bundestag das „Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz“ am 10.11.2023 verabschiedet hat, stimmt nun auch der Bundesrat in seiner Sitzung am 15.12.2023 dem Gesetz zu. Damit wird der für die Anwendung der Hinzurechnungsbesteuerung maßgebliche Niedrigsteuersatz für Wirtschaftsjahre ab 2024 von bislang 25 % auf 15 % abgesenkt. Die – im internationalen Vergleich längst überfällige – Absenkung dient dem Gleichlauf der […]
Aktuelle Entwicklungen bei der Betriebsstättenbesteuerung im Deutsch-Schweizer Kontext

Gerade im Deutsch-Schweizer Kontext stellt sich oft die Frage einer Betriebsstättenbesteuerung im jeweils anderen Staat. Dies gilt sowohl für Homeoffice-Betriebsstätten (insb. auch bei Geschäftsführern) als auch für länger andauernden Dienstleistungen in fremden Räumen (beispielsweise bei Kunden oder im Rahmen des Room-Sharing). Für beide Fälle gibt es nun aus deutscher Sicht neue Entwicklungen. So hat die Finanzverwaltung nun […]