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Einkommensteuerpflichtige Auszahlung von Sterbegeld an einen Erben, der kein „Hinterbliebener“ ist

Gemäß Urteil des FG Düsseldorf unterliegt die Auszahlung von Sterbegeld aus einer Pensionskasse an Erben, die nicht als „Hinterbliebene“ gelten, der Einkommensteuer.

Sachverhalt: Im Streitfall starb der Sohn des klagenden Ehepaares im Jahr 2012. Der Sohn hatte im Rahmen einer betrieblichen Altersvorsorge mit einem ehemaligen Arbeitgeber im Versicherungsvertrag auch eine Sterbegeldvereinbarung abgeschlossen. Diese übernahm er nach dem Arbeitgeberwechsel. Laut Vertragswerk galten die Hinterbliebenen, d.h. Ehepartner, eheliche, adoptierte und uneheliche Kinder sowie Lebenspartner als Bezugsberechtige für das Sterbegeld.

Da der Sohn aber ohne „Hinterbliebene“ verstarb, zahlte die Pensionskasse das Geld an die Eltern aus. Daraufhin unterwarf das Finanzamt die Sterbegeldzahlung der Einkommensteuer mit der Begründung, bei der Auszahlung handle es sich bei den Klägern um einkommensteuerpflichtige sonstige Einkünfte.

Entscheidung: Das FG Düsseldorf folgte der Auffassung des Finanzamts. Selbst dem Einwand der Kläger, dass es sich bei der Zahlung um Einkünfte des Sohnes handele, widersprach das Gericht. Ausschlaggebend für die Besteuerung ist der Zufluss, der letztendlich bei den Eltern und nicht bei dem verstorbenen Sohn erfolgte.

Hinweis: Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig, so dass abzuwarten bleibt, ob der BFH die Auffassung des FG im Revisionsverfahren teilen wird.